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Kunstschule Offenburg
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77654 Offenburg
Telefon: +49 781-9364-300
Telefax: +49 781-9364-312
E-Mail:
mail@kunstschule-offenburg.de




Jahresprogramm
2010/2011

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Programm-Heft
Kunstsommer 2010

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Das Malspiel - Theorie und Praxis

Fortbildungen
zur Closlieuarbeit
nach Arno Stern

 
Ästhetische Früherziehung




KunstWerkstatt für Vorschulkinder
Förderung der Phantasie, der Kreativität und der handwerklichen Geschicklichkeit


Im Vorschulalter und im ersten Schuljahr befindet sich das Kind in einer einmaligen Entwicklungsphase, die in besonderem Maße von der Ausformung seiner Sinne und prägenden körperlichen Grunderfahrungen gekennzeichnet ist. In dieser Zeit werden die wichtigen Fundamente für das Vertrauen in die eigenen schöpferischen Kräfte und handwerklichen, manuellen Fertigkeiten gelegt.

Die große Intetnsität frühkindlicher Sinneseindrücke zeigt sich zum Beispiel darin, dass zwischen dem vierten und siebten Lebensjahr das Farbempfinden so feinsinnig ist, wie in keiner späteren Lebensphase mehr. Wo Erwachsene etwa nur (noch) „Blau“ sehen, nehmen die Kinder viele Blautöne wahr. All ihre Sinne stehen weit offen und suchen nach Nahrung. Als „Pforten zur Welt“ liefern sie dem Kind entscheidende Informationen über seine Lebenswelt. Mit ihnen erforscht und erfährt es seinen Alltag und die Phänomene dieser Welt -mit all ihren „rätselhaften“ Bestandteilen, sozialen Erlebnissen und physikalischen Erscheinungen.

In diesem Alter ergreift und begreift es in einem kaum vorstellbaren Umfang und im wahrsten Sinne des Wortes das Leben. Die neuere Hirnforschung belegt eindrucksvoll, wie vielfältige Anregungen und Herausforderungen im Gehirn, zu einer wachsenden Zahl von „Verschaltungen“ führen – das elementare Netzwerk des Denkes und Erinnerns. Es entstehen Erfahrungs- und Wissenspotentiale, die dem Kind sein ganzes späteres Leben nutzbringend zur Verfügung stehen werden.

In enger wechselseitiger Beziehung zu den sinnlichen Erfahrungen, steht die für Vorschulkinder typische natürliche Neugierde, aus der heraus ein großer Forschungs- und Tatendrang erwächst, denn das Kind will in diese Welt hinein wachsen. Auch das kindliche Mitteilungs-, Ausdrucks- und Kommunikationsbedürfnis spielen eine wichtige Rolle. Gewonnene Eindrücke erfahren im Ausdruck ihre Klärung, ihre Bedeutung, Bewertung und Festigung.



Gerade die Felder des künstlerisch orientierten Tuns, so wie er in der Ästhetischen Früherziehung gefördert wird, eignen sich besonders als universelle Lernfelder. Mit ihren schier unbegrenzten Möglichkeiten lassen sich, wie mit einem Generalschlüssel, viele neue Welten erschließen. Die Aufgabe der Kunstwerkstatt für Vorschulkinder besteht in der sog. Ästhetischen Früherziehung. Diese fördert mit interessanten Aufgabenstellungen eine altersgemäße Sinnes- und Wahrnehmungs- und Ausdrucksentwicklung. Sie bietet den Kindern, im Alter zwischen 4 und 6 Jahren eine Unterstützung ihrer schöpferischen Kräfte.

In den Kursstunden begegnen den Kindern in ihren praktischen Tätigkeiten “1001“ interessante Themen aus dem reichen Feld des Wissens, der Bildenden Künste. Auch Inhalte aus Darstellung, Literatur, Bewegungsgestaltung oder des Klanges finden Eingang in das wöchentliche Kursgeschehen an der Kunstschule.

Die im Umgang mit den Vorschulkindern erfahrenen Dozentinnen und Dozenten ermöglichen den „Kleinen“ den ersten Erwerb der Grundfertigkeiten von Malerei, Zeichnen, Modellierung und Konstruktion. Sie schaffen Räume in denen die Fülle der kindlichen Eindrücke und Erfahrungen verarbeitet und strukturiert werden können. Das ist für die geistige und psychische Entwicklung von großer Bedeutung. da so praktisch gewonnenen Einsichten später leichter als lebendiger Wissens- und Erfahrungsschatz zur Verfügung stehen können.

Die Kunstwerkstätten für Vorschulkinder finden in den großen, hellen Atelierräumen der Kunstschule statt. Die Ausstattungen der verschiedenen Werkstätten, Tanz- und Malateliers, mit ihren Holzwerkzeugen, Staffeleien, Töpfergeräten, Druckstöcken, großen Malwänden, Schreinerbänken u.v.m. liefern die erforderliche technische Basis.

Hier lernen die Kinder spielerisch auch einen gefahrlosen und fachgerechten Umgang mit Materialien, Werkzeugen und Techniken kennen.

Neben dem Miteinander in der Kursgruppe, ist immer auch der Erhalt des individuellen Gestaltungsraumes wichtig. Dieser ermutigt und fördert das Kind, eigene Ausdrucksformen für seine Vorstellungen, inneren Bilder und Erfahrungen zu (er)finden: ohne Zeitdruck, Schablonen, unnötiges Hineinreden oder Zensuren.

So sind nicht allein die bildnerischen Ergebnisse ausschlaggebend, sondern auch der gelungene Prozess des Schaffens, in dem jedes Kind sein vorhandenes schöpferisches Potential (weiter)entwickelt: durch Entdecken, Staunen, Erfinden, Erfahren, Tun.

Im “Vorschulatelier Kunst” sind “Alle Künste unter einem Dach”.
Die Kurse beginnen im Herbst/Winter 2010 sowie im Februar/März 2011.
Die Vorschulkurse dauern ein oder zwei Jahre und enden danach jeweils am 31. Juli im Jahr der Einschulung.

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