(c) Kunstschule Offenburg
Das Lernen im Bereich der Künste ist in hohem Maße geeignet den vielschichtigen Themen und komplexen Zusammenhängen des Lebens geeignete Fähigkeiten und Handlungsqualitäten gegenüberzustellen: gerade die praktische Auseinandersetzung mit den Mitteln, Techniken und Inhalten der Kunst, kann die Persönlichkeit entwickeln und damit verbundene elementare Fähigkeiten wie Kreativität oder das Vermögen zu schöpferischem Ausdruck fördern. Künstlerisches Lernen berührt auch Prozesse der Identitätsbildung und Sinnfindung. Es formt Eignungen aus, die
in modernen Kommunikations- und Industriegesellschaften zunehmend als Wert erkannt und gefördert werden. Hierzu zählt das Vermögen zur Innovation und schöpferischer Handlung ebenso, wie Flexibilität, Ausdauer, entwickelte Analysefähigkeiten oder Eigenverantwortlichkeit.
Dieses Lernen darf aber nicht zu lediglich technischen "Kunst-Stückchen" verkommen, die ohne wesentliche geistige Auseinandersetzungen gelernt und angewendet werden. Hier geht es um eine Beteiligung an der Kunst in ihrer aktuellen Entwicklung.
Die Kunstschule Offenburg stellt einen realen wie inhaltlichen vielschichtigen "Raum" dar, der gleichermaßen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen einen altersadäquaten Zugang
zu anspruchsvollen Bildungs- bzw. Ausbildungsmöglichkeiten im komplexen Bereich der Bildenden und Darstellenden Künste ermöglichen kann.
Heinrich Bröckelmann (Leiter der Kunstschule)
(c)der Text ist Eigentum der Kunstschule Offenburg
„Denn die Kunst ist die Äußerung einer Kultur, ist
die sichtbar gewordene Steigerung eines Lebensgefühls.“
(Franz W. Seiwert, Schriften)„Denn die Kunst ist die Äußerung einer Kultur, ist
Die Kultur schafft Räume der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Schichten und eröffnet die Chance der Konfrontation mit dem Fremden und Unvertrauten. Wer Kultur in Ausstellungen, bei Konzerten, auf Lesungen
oder der Theaterbühne genießt, öffnet seine Sinne, macht neue Erfahrungen, entdeckt komplexe Welten – und erweitert seinen Horizont. Kultur ernährt die Sinne, hebt unser Lebensgefühl und ist damit, wortwörtlich, ein Lebens-Mittel.
Kulturpolitik muss sich zudem um die ästhetische Erziehung bemühen. Wer selbst künstlerisch tätig ist oder als Kind die Chance erhält, kreativ zu sein, ist befähigt, die Zukunft zu „gestalten“. Künstlerisches Lernen berührt dabei Prozesse der Identitätsbildung und Sinnfindung. Es formt Eignungen aus, die in modernen Kommunikations- und Industriegesellschaften deutlich als Wert erkannt und gefordert werden. Hierzu zählen das Vermögen zur Innovation, Kompetenzen zur Problemlösung, aber auch Flexibilität, Ausdauer, Eigenverantwortlichkeit.
Die Kunstschule Offenburg hat den Auftrag, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen einen altersadäquaten Zugang zu anspruchsvollen Bildungs- bzw. Ausbildungsmöglichkeiten im weiten Bereich der Bildenden und Darstellenden Künste zu ermöglichen. Ihr Motto lautet: „Alle Künste unter einem Dach!“
Das Kunstschul-Programm 2004/2005, das Sie nun in Händen halten, spiegelt die Vielfalt unter diesem Dach. Es beinhaltet über 250 Angebote künstlerischer Bildung. Das Spektrum umfasst sowohl fortlaufende, langfristig angelegte Ateliergruppen als auch Workshops, Kunstprojekte, Veranstaltungen oder Fortbildungen.
Ich wünsche mir, dass die sensibel abgestimmten Angebote wieder so viel Resonanz finden wie in den Vorjahren. Den dafür Verantwortlichen mein Dank für die planerische und konzeptionelle Arbeit – und den Nutzern damit viel Freude, Weiterentwicklung, Perspektive und Gewinn!
Vor 17 Jahren startete diese Offenburger Einrichtung als kleine, kommunale Jugendkunstschule. Heute entfaltet dieses künstlerische Haus, mit seinem vielschichtigen Konzept weit über Offenburg hinaus bekannt, inhaltliche Impulse auf ganz breiter Basis, für alle Altersgruppen, auch in vielen anderen Bereichen der Region – anerkannt als Modell einer gelungenen, außerschulischen kunstpädagogischen Arbeit.
Dass auf den Arbeitsfeldern so vielfältig und reichhaltig Früchte wachsen, ist nicht nur den rührigen hauptamtlichen Mitarbeitern der Kunstschule zu verdanken, sondern auch den rund 70 äußerst engagierten Dozentinnen und Dozenten – frei schaffenden Künstler/innen, Grafikern, Designerinnen, Kunsttherapeuten, Pädagogen, Handwerkern. Heute besuchen wöchentlich und regelmäßig über 500 Menschen aller Altersgruppen die Kunstschule. Hinzu kommen zahlreiche Teilnehmer an Großprojekten, Wochenendangeboten, Veranstaltungen, Ausstellungen. Die Statistik aus 2003 belegt die stolze Zahl von 7.900 Unterrichtseinheiten und eine Jahresbesucherzahl von 25.000 Personen.
Liebe Kunstfreunde, jüngere und ältere gleichermaßen: Das nun vorliegende neue Programm der Kunstschule Offenburg lädt dazu ein, sich auch künftig auf vielfältige Weise mit der Kunst, mit Inhalten und Techniken, auseinander zu setzen – sei es nun der erste, zaghafte Flirt mit der Kreativität, spielerisch-leicht und behutsam, oder aber die bereits gewachsene, beseelte Auseinandersetzung, ernst, reif und tief. Die Kunstschule bietet jedem genau den Anlaufpunkt, den er persönlich benötigt. Kompetent und aufmerksam begleitet von den ambitionierten Lehrkräften der Einrichtung.
Edith Schreiner, Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg: (Vorwort zum Programm 2004-5)
(c)der Text ist Eigentum der Kunstschule Offenburg
Unsere Kunstschule feierte 2003 ein kleines Jubiläum: Vor 15 Jahren startete sie in einem Schulpavillon in der Nordweststadt ihr erstes Programmjahr. Aus der kleinen kommunalen Jugendkunstschule von damals, mit drei Atelierräumen und einem vorwiegend für Kinder konzipierten Angebot entwickelte sich bis heute eine im kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenkende künstlerische Einrichtung. Mit einem vielschichtigen Konzept für ein spannendes Lernen in der Welt der Künste steht sie nun allen Altersgruppen zur Verfügung. Weit über Offenburg hinaus bekannt und anerkannt, dient ihre Arbeit vielerorts auch als Modell einer gelungenen außerschulischen kunstpädagogischen Arbeit für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Hier sind alle Künste unter einem Dach, hier entstehen und begegnen sich sich kreative und künstlerische Potentiale aller Generationen.
Zunehmend spiegelt sich auch das zusammenwachsende Europa im Programm der Kunstschule. So eröffnet sie jungen polnischen Kunststudenten der Universität in Olsztyn und Jugendlichen der Ortenau in einem großen Jugendkunstprojekt zum Thema Landschaft und Identität einen intensiven praktischen Austausch über Malerei, Grafik, Landart und Fotografie.Mit einer Kunstschule der russischen Stadt Sankt Petersburg startet im zweiten Halbjahr das gemeinsame Malprojekt für Kinder „Verschachtelte Kunst“, bei dem es zu einer Ost-Westbegegung kindlicher Bildwelten kommen wird. Neben der erfolgreichen Sommerakademie wird die Kunstschule im Winter mit „La Neige, die kleine Winterakademie“, erstmals eine themenbezogene Atelierarbeit realisieren. Eingeladen sind alle Interessenten aus Frankreich und Deutschland, die sich unter der Leitung deutscher und französische Künstler, praktisch einer künstlerischen Aufgabenstellung widmen. Auch die Kunst der Performance hat im Kunstschulprogrammjahr 03/04 ihr internationales Parkett gefunden. Unter dem Titel „Kunstfreunde“ werden hier junge Menschen aus Straßburg und der Ortenau gemeinsam bekannte Performerinnen erleben, mit ihnen arbeiten und von ihnen lernen.
Dieser internationale Aspekt der Kunstschule ist ein wertvoller Beitrag zum Aufbau und zur Entwicklung europäisch geprägter Aspekte der Identität des Einzelnen und der Region.
Edith Schreiner, Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg: (Vorwort zum Programm 2003-4)
(c)der Text ist Eigentum der Kunstschule Offenburg
Bilder - und hier meine ich nicht nur die gemalten, gezeichneten, geformten, sondern auch die erzählten, gefilmten, getanzten, gesungenen, etc. - wachsen aus der Kraft der persönlichen Vorstellungen. Sie dienen seit Jahrtausenden der Orientierung, Kommunikation, Inspiration und Gestaltung in der Welt. In der Frühzeit unterschied der Mensch (vermutlich) nicht zwischen dem Bild und dem Abbild - er war eingebunden in ihre Magie.
Die Welt der Bilder ist heute in Bedrängnis geraten: Bilderfluten, die Augen- und Ohrengier der Medien, die ständige Präsenz des scheinbar Neuen, Wichtigen, Sensationellen lassen die bildhafte Seite unserer Existenz taumeln. Wir sind in Gefahr, ihre wichtigen Potentiale der Selbstfindung, der Kommunikation und der Schöpfungskraftzu verlieren.
Aber es gibt eineBegegung mit Bildern, die sich von allen anderen in der Welt stehenden Bilderlebnissen unterscheidet: die des eigenen Bilderschaffens. Diese eigene Spur in der Flut der Fremdbilder auszumachen, das unbeschreibliche Gefühl selbst „Schöpfung“ zu betreiben, dielosgelöst von wirtschaftlichen Interessen, privaten Anforderungen und bewertenden Kommentaren geschieht, bedeutet auch ein Stück der eigenen Würde zu bewahren. Die Kunstschule ist ein Ort, an dem jeder einzelne Mensch eingeladen ist, allein oder in Ateliergemeinschaft eine praktische, gedankliche wie emotionale Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern zu führen: in der Bewegung eines Pinsels, der Geste im Tanz, der Spur des Stiftes oder der Wucht bildhauerischer Werkzeuge.
Heinrich Bröckelmann ( Leiter der Kunstschule Offenburg, Programmvorwort 2003/4):
(c)der Text ist Eigentum der Kunstschule Offenburg
(c)der Text ist Eigentum der Kunstschule Offenburg
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