Jungs tanzen im Quartier

Jungs tanzen im Quartier
Performanceart-Projekt zur Gesundheitsförderung





Es muss nicht immer Fußball sein um junge Männer außer Puste zu bringen, perfekte Soli hinzulegen oder sich in kreativen Kombinationen selbst zu bejubeln. Zeitgenössischer Tanz kann das auch bewirken. Und so bewarben sich das Bunte Haus und die Kunstschule mit einem Open-Air-Tanzkonzept für männliche Jugendliche beim „Aktionsplan Gesundheitsförderung“ der Stadt Offenburg. Schwerpunkt 2017 war hier die Förderung der körperlichen Gesundheit durch Bewegung draußen. Auch der Förderverein der Erich-Kästner-Realschule ermöglichte mit einer großzügigen Spende die die Umsetzung der Idee, das künstlerische Bewegungspotential der Schüler zu fördern.





Anfang Dezember war es soweit und die 8c der Erich-Kästner-Schule, eine reine Jungenklasse, tauschte ihr Klassenzimmer für 5 Tage mit dem Tanzraum der Kunstschule. Nach täglichem Aufwärmen, Unterricht in Tanztechnik und Choreografie, stürmten die 13 bis 15-jährigen dann mit ihren Ideen in die Quartiere rund um die Kunstschule und das Bunte Haus.

Ihre Bewegungs-Arena hieß Straße, Parkplatz, Bushäuschen, Park oder Treffpunkt. Unter der Leitung der Tanzkünstlerinnen Rica Lata Matthes und Kaja Gluding entwickelten die 22 Jungen viele kurze Tanzsequenzen oder performative Bewegungsaktionen. In kleinen Duetten, raumgreifenden Bewegungs-Chören, Solostücken und Elementen aus HipHop, Video-Clip-Dancing und zeitgenössischem Tanz entstanden dabei eine Vielzahl kleiner, dem Wind und Wetter trotzenden Szenen.

Diese wurden von Zaid Ghasib, Videodozent der Kunstschule, filmisch dokumentiert als Material für den anschließenden Tanzfilm, in dem die zahlreichen Clips des einwöchigen Projekts arrangiert werden.





Kathrin Meier, Schulsozialarbeiterin im Bunten Haus, Sabina Wadenpohl, Rektorin der Erich-Kästner-Realschule und Heinrich Bröckelmann, Leiter der Kunstschule, die hinter diesem ungewöhnlichen Gesundheitsprojekt stehen, sind sich einig: „Tanzkunst und Jungen passen super zusammen!“.