Mirakel – Neues Kunstprojekt zum Thema Nachhaltigkeit

Pressemitteilung

Mirakel – geben, nehmen, teilen, tauschen
Ein neues dreijähriges Kunstprojekt der Kunstschule Offenburg zum Thema “Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft“ ist in die erste Runde gestartet





Nach dem großen mehrjährigen Ökologie- und Kunstprojekt „Natürlich – würzig, rauschend, süß“, das es bis auf die Vorschlagsliste für den Bundespreis „Kinder zum Olymp“ 2017 geschafft hat, kann die Kunstschule Offenburg nun die Reihe ihrer engagierten Kunst- und Ökologieprojekte mit einer neuen Idee bis 2021 fortsetzen.

Seit Herbst 2018 fördert die Baden-Württemberg-Stiftung im Rahmen ihrer Ausschreibung „Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft“, das hierfür von der Kunstschule Offenburg entwickelte Projekt „Mirakel – geben, nehmen, teilen, tauschen“ mit einer Gesamtsumme von 35.000 Euro. Damit stellen sich das Team der Kunstschule und ihre Kooperationspartner der Herausforderung, in drei Schuljahren jährlich jeweils 40 Kindern im Alter von 5 – 9 Jahren, den Zusammenhang der sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung gegenüber unserer Erde und unseren Mitmenschen über die Künste begreifbar zu machen.

Für Projektleiterin Almut von Koenen geht es in dem Projekt darum, „das wunderbare und faszinierende Prinzip von „Geben, Nehmen, Teilen und Tauschen“ auf allen Ebene spielerisch zu erforschen, sinnlich erfahrbar zu machen und mit den Mitteln der Künste umzusetzen. Stellen wir uns vor, die Erde ist ein Raumschiff im unendlich großen Universum und wir, die Menschen sind die Besatzung, die das Raumschiff steuert. Tiere und Pflanzen, die Natur und alle Elemente sind die Ressourcen, die den Kraftstoff für die Besatzung und das Raumschiff bereitstellen. Es kann weder was hinzugefügt, noch ausgetauscht werden.“

An dem Projekt beteiligen sich jeweils eine Gruppe bzw. Klasse aus dem Kindergarten des Stadtteil- und Familienzentrums Oststadt, der Astrid-Lindgren-Schule Hesselhurst (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung), sowie die Astrid-Lindgren-Schule Offenburg.

Im Mittelpunkt des ersten Schuljahres steht die oftmals schwierige Balance von Geben, Nehmen, Teilen und Tauschen im sozialen-kulturellen Miteinander.

Als Startobjekte haben die Kinder dazu in einer Projektwoche Anfang des Monats in vier Ateliergruppen insgesamt 40 individuell gestaltete mobile Spielbretter mit Tauschflächen, Stauräumen, Kommunikationsfeldern und Tischfunktion gebaut. Aneinandergereiht werden sie zu einem riesigen gemeinsamen Gesellschaftsspiel: Lustige Spielfiguren wandern durch das Weltall, über Inseln und Fantasiewelten. Aktionsfelder fordern auf, etwa Mitgebrachtes einem Mitspieler zu geben, zu nehmen, mit ihm zu teilen oder zu tauschen.

Die Idee von Almut von Koenen und den Dozentinnen Ruth Birkenfeld, Eva Glasemann, Gina Karàdi und Carmen Hülsmann, mit selbsterfundenen „Spielräumen“ in einen gemeinsamen Prozess und Austausch auf gleicher Augenhöhe zu kommen ging auf: „Es war ein sehr berührender und magischer Moment, als auf einmal alle Kinder, Lehrer und Dozenten auf dem Boden um die Spielbretter saßen und ins Spielen vertieft waren“, so Almut von Koenen.

Im Dezember geht es mit einem weiteren Baustein des Projektjahres weiter. Diesmal sind auch die Eltern der Kinder mit dabei. An einem Projektsonntag werden dann gemeinsam und generationsübergreifend Ideen für ein gutes Leben auf unserem „Raumschiff Erde“ kreativ und künstlerisch in die Tat umgesetzt. Was dann gemacht wird, wird noch nicht verraten.

Pressemitteilung der Kunstschule Offenburg
(November 2018)