Kunstprojekte für Kinder und Jugendliche

tAnzherum, Weltentheater und Natürlich – würzig, rauschend, süß!
„Kultur macht stark" – Kunstprojekte für Kinder und Jugendliche

Gleich zwei Konzeptionen der Kunstschule Offenburg überzeugten im Rahmen bundesweiter Projektausschreibungen für künstlerische und kunstpädagogische Vorhaben mit jungen Leuten. Damit können bis 2016 mehr als 120.000 Euro als zusätzliche Bildungs- und Kulturmittel nach Offenburg fließen.

In Offenburg eröffnen diese Gelder Kindern und Jugendlichen unmittelbare Zugänge zu ungewöhnlichen Projekten und Lernformen in der Welt der Bildenden und Darstellenden Künste. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf diejenigen, die nicht in wirtschaftlichen bzw. sozialen Rahmenbedingungen leben, sich in kreativ-künstlerischen und von professionellen Dozentinnen und Dozenten angeleiteten Lernfeldern zu verwirklichen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit Mitteln aus dem Programm „Kultur macht stark" außerschulische Angebote der kulturellen Bildung die speziell für die Förderung bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche gedacht sind. Diese Mittel werden von den Dachverbänden der Träger der Kulturellen Bildung, nach fachlicher Prüfung, an ausgewählte Projekte weiter gegeben.

So hat die Kunstschule nach dem erfolgreichen Projekt „Pinkepanke <> Pinkepanke – Kinder tanzen zeitgenössisch“ die  Ausschreibung „Chance Tanz“ des Bundesverband „Tanz in Schulen“ aufgegriffen,  um ihr Engagement für den aktuellen zeitgenössischen Tanz für Kinder und Jugendliche weiter zu verfolgen. Mit ihrer neuen Konzeption „tAnzherum“ hat sie weitere Wege entwickelt, wie Kindern die Sprache und Faszination der heutigen Bühnentanzkunst praktisch nahegebracht werden kann. Gemeinsam mit dem Schülerhort Buntes Haus und den beiden Grundschulen Astrid-Lindgren-Schule und Georg-Monsch-Schule schloss sie dazu ein Bündnis, um Schülerinnen und Schülern der Klassen 3 und 4, außerhalb der Schulzeit einen qualifizierten Unterricht im zeitgenössischem Tanz zu ermöglichen. Nach der Förderzusage des Bundesverband „Tanz in Schulen“, trainieren nun seit Januar 20 Kinder aus der Oststadt unter der Leitung professioneller Tänzerinnen. Am Sonntag den 13. Juli findet in der Reithalle die Premiere des derzeit entstehenden Tanzstückes statt: Titel „tAnzherum – Kinder tanzen zeitgenössisch“.



Bereits im letzten Jahr schlossen die Kunstschule Offenburg, die Haselwander-Gewerbe-Schule und das Wohnheim für Asylbewerber in Trägerschaft des Kreises ein gemeinsames Bündnis, um Jugendlichen mit Flucht- oder Migrationshintergrund neue Perspektiven über den Weg des Theaterspiels zu eröffnen. Ihr Projekt „Weltentheater“ überzeugte die Bundesvereinigung Kulturelle Bildung, Berlin, die mit ihrem Programm „Künste öffnen Welten“ den Löwenanteil der Projektfinanzierung übernommen hatte. Nun hat das Bündnis eine Förderzusage für weitere drei Jahre erhalten und kann so verschiedene Workshops, Kurse und kleinere Produktionen mit den verschiedenen Teilnehmergruppen erarbeiten. Am 2. Juli zeigen dazu 16 junge Akteure aus 10 Nationen - nach den Stücken „Das ewige Warten“ und „Was ich habe, will ich nicht verlieren“ – auf der Bühne der Kunstschule jetzt ihr neues Stück: „schritt.schritt.schritt“.


Auch die Baden-Württembergstiftung und die Heidehof-Stiftung zeigten sich überzeugt von der Arbeit der Kunstschule und ihren Konzeptionen. Aus Mitteln des im Sommer 2013 ausgeschriebenen Wettbewerbs zur „Förderung von Nachhaltigkeitsbewusstsein und Eigenverantwortung von Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter“, wird mit einem speziellem Programm „Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft“ ab Herbst 2014 das Modellprojekt der Kunstschule  „Natürlich – würzig, rauschend, süß!“ gefördert. Mit den nun zur Verfügung gestellten 40.000 Euro werden bis 2016 eine Kindergartengruppe, zwei Grundschulklassen und eine Gruppe von Kindern mit Behinderung lebenswichtige ökologische und soziale Symbiosen von Natur und Menschen spielerisch, sinnlich und vor allem künstlerisch erfahrbar gemacht werden.

In Projektwochen, Symposien, und kleinen Gärten vor Ort arbeiten dann immer zwei Schulen in Partnerschaft miteinander. Sie treffen sich vor Ort in der Kunstschule oder arbeiten direkt in der Natur. In regelmäßigen Abständen werden dann Ausstellungen und von den Kindern selbst gestalteten Informationstage die Anliegen dieses „Kunst & Naturprojektes“ öffentlich machen.