„Rauskommen! – Der Jugendkunstschuleffekt“

Die Kunstschule Offenburg ist Bundessiegerin
Erfolg beim Wettbewerb "Rauskommen!" / Kooperation mit Anne-Frank-Schule, Buntem Haus und Georg-Monsch-Schule

OFFENBURG (BZ). Strahlende Gesichter auf dem Kulturforum: Die Kunstschule Offenburg hat mit ihren drei Partnern – Anne-Frank-Schule, Buntes Haus und Georg-Monsch-Schule – den ersten Preis beim diesjährigen Innovationswettbewerb "Rauskommen! – Der Jugendkunstschuleffekt" gewonnen. Schon vor der Reise nach Aachen, wo die Preisverleihung stattfand, war klar: Die Kunstschule wird mit ihren Stücken "Tanzherum" und "Straßenwirbel" unter den drei Besten des Jahres 2015 sein. 69 Projekte aus der ganzen Bundesrepublik hatten an dem Wettbewerb "Rauskommen!" teilgenommen. Dass es für den Bundessieg reichen werde, wertete Heinrich Bröckelmann dann aber doch als "Riesenüberraschung": Der Leiter der Kunstschule hatte es sich nicht nehmen lassen, selbst ins Suermondt-Ludwig-Museum zu fahren, um die Urkunde entgegen zu nehmen.

Sein Dank gilt allen an dem Tanztheater Beteiligten, besonders den Tanzdozentinnen Rica Lata Matthes, Karolin Stächele, Veronique Dubin, Sabine Grislin und Fiona Combosch sowie der Assistentin Ronja Landtau. Für die Inszenierung waren Rica Lata Matthes und Karolin Stächele verantwortlich, um Licht und Bühnentechnik kümmerte sich Torben Ahrens, Projektleitung und Konzeption lag in den Händen von Heinrich Bröckelmann. 30 Kinder im Grundschulalter traten als Tänzerinnen und Tänzer auf, sie wurden von ihren Schulen und deren Leitungen intensiv unterstützt.





Gefördert wurde das Projekt vom Bundesverband Tanz in Schulen (TiS) mit Mitteln des Förder-Etats "Chance Tanz" aus dem Bundesprogramm "Kultur macht stark" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der Wettbewerb "Rauskommen!" wurde vom Bundesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen unter der Schirmherrschaft von Bundesjugendministerin Manuela Schwesig ausgelobt und 2010 erstmals ausgeschrieben.

In ihrer Begründung zum Erfolg der Kunstschule Offenburg erklärte die Jury, dass hier ein "beispielhafter Weg" gefunden worden sei, "Grundschulkindern mit unterschiedlichen kulturellen, familiären und sozioökonomischen Hintergründen nicht nur zeitgenössischen Tanz erfolgreich zu vermitteln, sondern sie auch nachhaltig für eine Kunstform zu begeistern, die in den großen Kultureinrichtungen häufig als schwer zugänglich gilt". Dies gelinge durch ein auf aktive Partizipation angelegtes, professionelles Konzept. Es setze an der individuellen Bewegungsfreude, Bewegungsfähigkeit und Bewegungskreativität der teilnehmenden Kinder und ihrer Erlebniswelt an, nehme sie als junge Tänzerpersönlichkeiten in ihrer Verschiedenheit ernst und bringe ihnen große Wertschätzung entgegen, so dass sich jedes Kind entfalten und künstlerisch weiterentwickeln könne. Die Jury weiter: "In professionellem Setting, mit unglaublicher Energie und atemberaubender Präsenz haben die Kinder eigene, vielseitige Choreografien präsentiert und ihr Publikum über eine Stunde lang in ihren Bann gezogen." Diese Begeisterung der Kinder beim Tanzen sei für die Zuschauer hautnah erlebbar, nehme sie ein für den Tanz und mache glücklich. (Artikel/BZ 09.11.2015)




Preisverleihung in Aachen: Heinrich Bröckelmann (2.v.l.) mit weiteren Preisträgern. (Foto: Anette Berns)



Siegerurkunde und Begründung der Jury

Projektbericht/Homepage bjke

Projektbericht/Homepage BMFSFJ





Der Wettbewerb „Rauskommen! Der Jugendkunstschuleffekt“ des Bundesverbands der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen e.V. (bjke) wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von Bundesministerin Manuela Schwesig als Schirmherrin unterstützt. Seit 2010 werden kulturpädagogische Projekte ausgezeichnet, die in besonderer Weise die Grenzen der eigenen Einrichtung überschreiten, um so die Zugänglichkeit zu und Teilhabe an kultureller Bildung für alle Kinder und Jugendlichen zu verbessern.