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Das Mirakel um die Frage: wie organisiert sich die Natur?

 

Die Kunstschule Offenburg nimmt Kinder mit auf eine künstlerische Forschungsreise

Im Herbst 2019 startete das zweite Jahr des kunstpädagogischen Projektes „Mirakel - geben, nehmen, teilen, tauschen".
In dem über drei Jahre angelegten Projekt geht es darum, mit Kindern den Zustand unserer Erde anzuschauen und den Aspekt der Nachhaltigkeit aufzugreifen um da anzusetzen wo das rätselhafte und faszinierende Prinzip von „geben, nehmen, teilen und tauschen" auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene beginnt. „Dieses Prinzip spielerisch zu erforschen, sinnlich erfahrbar zu machen und künstlerisch umzusetzen, soll jedes Kind motivieren, mitzugestalten.", so Projektleiterin Almut von Koenen.
Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms „Nachhaltigkeit lernen - Kinder gestalten Zukunft" der Baden-Württemberg Stiftung in Kooperation mit der Heidehof Stiftung.
Insgesamt 40 Kinder - jeweils eine Gruppe bzw. Klasse aus dem Kindergarten des Stadtteil­ und Familienzentrums Oststadt, der Astrid-Lindgren-Schule Hesselhurst [Sonderpädago­ gisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung], sowie die Astrid-Lindgren-Schule Offenburg sind an diesem Projekt beteiligt und können sich auf ein weiteres Jahr voller spannender Atelierstunden freuen.
Während im letzten Projektjahr die oftmals schwierige Balance vom Geben, Nehmen, Teilen und Tauschen im sozialen-kulturellen Miteinander im Mittelpunkt stand, werden in diesem Jahr unterschiedliche Ökosysteme unter dem Prinzip Geben, Nehmen, Teilen und Tauschen unter die Lupe genommen.
„Wir haben den Baum als Ausgangspunkt gewählt, weil er in sich schon ein ausgesprochen spannendes Austauschsystem birgt und gleichzeitig einen Lebensraum unterschiedlichster Lebewesen ist, die sich gegenseitig bedingen", so das Projektteam, welches sich aus Almut von Koenen und den Dozentinnen Eva Glasemann, Ruth Birkenfeld und Gina Karádi zusammensetzt. Mit Farben, Ton und Ästen schufen die Kinder von der Baumkrone bis ins Wurzelwerk großformatige Bilder und Reliefs. Zum Einstieg in den jeweiligen Projekttag wurde im Tanzraum der Kunstschule ein sportliches Spiel entwickelt, über das das komplexe Kommunikationssystem der Bäume und Pilze, in Fachkreisen auch das Wood-Wide-Web genannt, nachgespielt und nacherlebt wurde.
Mit allen Sinnen lernen und dabei kognitives wie auch emotionales Lernen miteinander zu verbinden, ist die Devise der Kunstschule: ,,Wir sehen die Kinder bei diesem Projekt in ganz außergewöhnlichen Situationen und erhalten besondere Einblicke", so Annette Nickert aus dem Stadtteil- und Familienzentrum Oststadt.
Bis Juli warten noch weitere Ateliertage auf die Kinder. Auch ein Kunstsonntag, zusammen mit den Eltern der beteiligten Kinder, ist im Januar vorgesehen. Im Frühjahr treffen die Kinder dann auf zwei Experten aus der Region, die beruflich mit unterschiedlichen Ökosystemen zu tun haben und den Kindern aus ihrem Wissens- und Erfahrungsschatz berichten können. Im Juni wird in einer 5 tägigen Projektwoche das ganze gesammelte Wissen künstlerisch verarbeitet und damit das Projektjahr zusammengefasst.

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Montags bis Donnerstags 9:00-17:00 Uhr und Freitags 9:00 - 13:00 Uhr

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